Lenormand-Kurs: 1. Lektion |

Lenormand-Kurs: 1. Lektion

Iris Treppner Fernkurs Theorie – Teil 1:

Liebe Schüler – vom Anfänger bis zum Profi,

hier wurde nun ein komplettes Lenormand-Kartenlege-Seminar geschaffen, welches keine
Fragen mehr offen lässt. Nichts wird ausgelassen, verschwiegen oder vergessen. Alle Tricks
und Tipps werden verraten, vermittelt und deutlich erklärt. Wenn Sie hiermit fertig sind,
können Sie Karten legen.

Viele von Ihnen haben schon Kurse belegt, Seminare gebucht und informieren sich zusätzlich
in vielen Foren über das Kartenlegen mit Mlle. Lenormand. Trotzdem sind Sie genau so
schlau wie vorher. Woran liegt das? Antwort: weil man kein Vertrauen in die eigenen
Fähigkeiten setzt und es fehlt der Mut die Aussagen, die eindeutig auf dem Tisch vor uns
liegen, klar zu formulieren und aus zu sprechen. Deshalb lässt man sich die Karten legen und
die Zukunft voraussagen, weil ein anderer für uns die Entscheidung trifft, welche
Interpretation nun Gültigkeit hat. Natürlich hofft man, dass man Gewünschtes hört, ist das
nicht so, dann tut man das ab und sucht sich einen Kartenleger, der mit einem konform geht.

Auch das wird hier geübt. Aussagen erkennen, aussprechen und vor allen Dingen – auch die
Dinge akzeptieren zu lernen. Denn die Wahrheit ist, dass Sie Karten deuten können, so
schwer ist das nicht :-)!

Der Spaß soll natürlich nicht dabei verloren gehen – denn schlussendlich sind die Karten
Spielkarten, mit denen man auch orakeln kann. Und nun geht’s los. Vorerst kommt noch
einmal das Gesamtverzeichnis und dann folgt die erste Lektion.

Viel Spaß und gute Erkenntnisse mit dem Iris Treppner Lenormand-Kurs.

Gesamtverzeichnis – aufgeteilt in 6 Teilen/Lektionen:

Teil 1: Handwerkszeug – Einleitung, Vorstellung Mlle. Lenormand, Voraussetzung des
persönlichen Umfelds, innere Mitte, es gibt eine Hilfestellung zur Schulung der eigenen
Intuition, Karten mischen, ziehen, auslegen, neutralisieren. Grenzen und Verbote?! Auflistung
von Personenkarten, Unterschiede Themen- und Sachkarten, Mischkarten – Karten die positiv
und negativ sein können. Abweichung und Besonderheit der Legung von großen
Kartenbildern mittels 9 x 4 und 8 x 4 + 4. Kombinationen deuten lernen – einfach erläutert.
Verwechslung von Personenkarten – worauf muss man achten, um Fehler zu vermeiden?

Teil 2: Ausführliche Einzelbedeutung mit Schlagwörtern der Karten eins bis 36, allgemeine
Beschreibung, Liebe, Beruf, Charakteristik/Optik, medizinischer Bereich, Zeitschlüssel,
astrologische Entsprechung.

Teil 3: für Anfänger – Tageskarte (Allgemein, Liebe, Beruf), 3er-Tagessytem, 9er-Legung.
Wie nutzt man Zeitkarten? Darstellung von Charakterisierung mittels der klassischen
Lenormand-Aussagen und mittels der astrologischen Energien plus Energien, die von außen
wirken können und denen man ausgesetzt ist.

Teil 4: Ein großes Kartenbild deuten – Schritt für Schritt erklärt. Bedeutung der Eck – und
Eingangskarten. Deuten eines großen Kartenbildes mit der traditionellen Methode.

Teil 5: Die 10 Geheimnisse der großen Mlle. Lenormand, alle schriftlich und grafisch sehr gut
nachzuvollziehen:

1. .. Positionsdeutung (Häuserdeutung)
2. .. Projektionsdeutung (Spiegeln)
3. .. Korrespondenz-Karten
4. .. Rösseln (Springerdeutung)
5. .. Abzählen
6. .. Die Vierer
7. .. Diagonale
8. .. Abheben? Im Kopf die Reihe vervollständigen
9. .. Abdecken von Karten
10. .. Legesystem aus dem großen Kartenbild

Teil 6: Mehrere Beispiel-Kartenbilder mit Fazit von A – Z zum Mitdenken erklärt.

Die Lenormand-Kombinationen finden Sie auf der Webseite www.spIRISfeed.com
Klicke hier: Lenormand-Kombinationen

Mlle. Lenormand (1768 – 1843) und ihre Karten

Mlle. Lenormand lebte zu Zeiten der Französischen Revolution. Wer sich ein bisschen in der
Geschichte auskennt, weiß um die damaligen erbärmlichen Zustände des Bürgertums, welche
die Revolution auslösten. Es war also eine schwierige Epoche geprägt durch Kampf,
Durchsetzung, Intrigen und Machtmissbrauch.

Staatsoberhäupter wie Marat, St. Just, Robespiere und Mirabeau, aber auch Kaiserin
Josephiné de Beauharnais, die Gattin Napoleons, holten sich Rat bei der großen Seherin.
Einigen sah sie den Tod voraus, andere sah sie auf den Thron und wieder anderen prophezeite
sie ein kriegerisches Scheitern. Sie sollte mit all ihren Prognosen recht behalten und diese
Weissagungen haben sie zur Legende werden lassen. Ihr Ruhm hat sich bis in unsere Zeit
herüber getragen.

Leider hat die Lenormand uns nichts über ihre Wahrsagekunst hinterlassen. Obwohl sie viel
geschrieben und Bücher verfasst hat, gibt es nicht eine Zeile ihrer Kartenlegerei. Alle ihre
Bücher haben politische und biographische Inhalte. Eigene Karten hat sie auch nicht
entworfen oder damit gearbeitet. Trotzdem gibt es die heutigen Lenormand Karten, die ihre
Geburt durch einen geschäftstüchtigen Verleger und einen unbekannten Künstler erfahren
durften. Der Verleger benannte sie ganz einfach nach der Lenormand und dieses Karten-Set
brach bis heute sämtliche Auflagenrekorde.

Mlle. Lenormand unterhielt zum Zweck der Wahrsagerei einen Salon in Paris in der Rue de
Tournon No. 5. Heute befinden sich in dem Gebäude ein Schmuck- und ein Schuhladen,
nichts erinnert an de Legende, nicht einmal eine Gedenktafel.

Wir werden aber ihrer gedenken und ihr Erbe in Ehren halten!

Bevor es losgeht – Voraussetzung des persönlichen Umfeldes

Der Raum – Vorbereitung der Orakelstätte

Natürlich kann man Karten legen, so wie man lustig ist und es auch zwischen Tür und Angel
probieren. Die Ergebnisse werden aber eher frustrierend sein. Wenn man für sich Karten
legen will, so sollte der Raum und die eigene Person frei von Belastungen sein. Dies erreicht
man, wenn der Tisch, auf dem man die Karten auslegt, aufgeräumt ist. Hier greift das Feng
Shui System, bei dem alles fließen muss. Ein Tisch, der über und über mit Papieren und
Küchengeschirr vollgestellt ist, blockiert die Energien. Frei fließende Energien sind
unerlässlich, wenn man schlüssige Aussagen erhalten will. Prima wäre es, wenn man die
gesamte Wohnung in Einklang hat, da das aber oft nicht geht, beschränken wir uns auf das
Minimum. Wir richten uns dazu einen „Altar“ ein, eine Stätte, die zum Orakeln geschaffen
ist. Hilfreich ist dabei auch eine hübsche Tischdecke, eine Kerze, die man anzündet, vielleicht
noch Räucherstäbchen und stimmungsvolle Musik. Lieblingsgegenstände, Talismane und
Fotos runden das Gesamtbild ab. Man soll sich gerne an diesen Ort begeben, sich entspannen
und abschalten können. Bilden Sie daraus ein Ritual, so greifen die positiven Energien auch
auf unsere Gedanken und helfen dabei, dass sich Gewünschtes umsetzt, weil man sich auf die
Zukunft bewusst einlässt.

Innere Mitte

Zum Kartenlegen sollte man von innen her gefestigt sein. Meist legt man Karten, wenn man
in einer Krise steckt und man verzweifelt ist. Selten befragt man das Orakel der Lenormand,
wenn alles bestens läuft. Wenn die eigene Verfassung als desolat zu bezeichnen ist, sollte man
„eigentlich“ auf das Kartenlegen verzichten. Negative Aussagen, die zwangsläufig kommen,
können nämlich den persönlichen Zustand noch verschlimmern und so entsteht ein
Teufelskreis. Wir spielen jetzt aber einmal das Prozedere durch, wenn die innere Mitte außer
Takt geraten ist, man aber einen reinen Zustand erreichen möchte, um Karten zu legen und zu
deuten. Dauer der Übung 5 – 10 Minuten.

1. Legen Sie sich entspannt hin, schließen die Augen und versuchen eine gleichmäßige
Atmung über den Bauch hin zu bekommen.
2. Konzentrieren Sie sich dabei nur auf das Atmen und rufen sich zur Ordnung, wenn
Ihre Gedanken abschweifen.
3. Ist der Zustand einer gleichmäßigen Atmung erreicht und Sie haben es geschafft sich
dabei komplett darauf zu konzentrieren, öffnen Sie die Augen wieder und gehen in die
zweite Phase über.
4. Die Augen bleiben geöffnet und Sie halten die Luft an, solange wie Sie können, das
machen Sie ein bis zwei Minuten – Luft anhalten, ausatmen, Luft einatmen, anhalten,
ausatmen usw.
5. Danach schließen Sie die Augen und konzentrieren sich auf Ihr Augenlid von innen.
Probieren Sie, zu erkennen, wie Ihr Augenlid von innen aussieht. Natürlich ist jedem
klar, dass das Augenlid von innen her schwarz ist, denn es ist ja dunkel. Durch Ihre
vorangegangene Atemübung zeigen sich Ihnen jetzt aber Bilder. Wenn Sie alles
richtig gemacht haben, haben Sie keinen Einfluss auf die Bilder oder Symboliken, die
sich Ihnen zeigen werden. Diese sind am Anfang nicht so wahnsinnig spektakulär.
Vielleicht sehen Sie dabei vorerst nur einen Punkt oder einen Strich oder eine Form,
die Sie nicht kennen. Versuchen Sie heraus zu finden, was Ihnen Ihr Unterbewusstsein
sagen will. Lassen Sie den Bilden und Symboliken genug Zeit, um sich zu entwickeln.
So können ganze Geschichten und Personen vor Ihrem inneren Auge auftauchen.
6. Wichtig ist, dass Sie nicht bewusst Einfluss auf die Bilder nehmen. Stellen Sie sich
also nichts vor (eine bestimmte Situation oder eine bestimmte Person). Lassen Sie die
Bilder fließen und konzentrieren sich darauf. Es ist möglich, dass Sie dabei
einschlafen, denn a) ist das die Vorstufe zum Träumen und b) die erste Stufe zum
Erreichen von Hellsichtigkeit. Das besprechen wir aber noch später. Hellsehen ist
wichtig beim Kartenlegen, aber nicht Voraussetzung, denn dadurch wird die Intuition
geschult.
7. Sind Sie jetzt nicht eingeschlafen, dann haben Sie nach einer gewissen Zeit einen
relaxten und ausgeglichenen Zustand erreicht, um die Karten legen zu können.
Wiederholen Sie dieses Ritual sooft wie möglich, bevor Sie Karten legen und sich in
einer Stresssituation befinden – so lange, bis Sie alles verinnerlicht haben und diese
Hilfe nicht mehr anwenden müssen. Ganz einfach, weil Sie dadurch gelernt haben, ab
zu schalten, wenn Sie sich an Ihre Orakel-Stätte begeben.

Schulung der Intuition – Beginn von Hellsicht

Diesen Schritt können Sie noch auslassen und ist nicht eine Vorrausetzung, die Sie zum
Karten deuten benötigen. Diese Anleitung empfiehlt sich, wenn Sie sich schon mit den Karten
aus einander gesetzt haben und große Kartenbilder deuten können, bzw. sich mit der
Thematik eingehend befasst haben. Es wäre sogar besser, wenn Sie schon mit dem einen oder
anderen großen Kartenbild trainiert haben, weil Ihnen mit dieser Übung der Feinschliff
vermittelt wird. Sie erarbeiten sich so weitere Aussagen, die nur auf eigene Erfahrungen
beruhen und frei von Projektionen sind.

Vorstufe

1. Sie machen wieder die Atemübungen, dieses Mal im Sitzen an Ihrer Orakelstätte. Tief
einatmen, Luft anhalten, ausatmen usw. – das machen Sie ein bis zwei Minuten. Dann
nehmen Sie sich die Karte Nr. 1 DER REITER, betrachten die Karte mit dem
geöffneten Auge solange, bis das Bild verschwimmt. Dann schließen Sie die Augen
und warten darauf, was Ihnen Ihr Unterbewusstsein für Bilder auf das innere Augenlid
wirft. Am besten gelingt Ihnen das, wenn Sie aufrecht sitzen. Bei jedem Menschen
werden hierbei neue Bilder und tiefere Interpretationen hervorgerufen. Es gibt hier bei
verschiedenen Menschen gleiche Aussagen, es kann aber gänzlich unterschiedlich
sein. Wichtig ist, dass diese weiterführenden Aussagen bei Ihren Interpretationen mit
einfließen sollten. Notieren Sie sich deshalb Ihre persönlichen Aussagen zur
jeweiligen Karte hinzu und arbeiten mit Ihnen auf psychologische Weise. D. h. die
neuen Aussagen, die Sie zusammen mit Ihrem Unterbewusstsein entdeckt haben,
können nur Sie anwenden und manchmal können Sie die Inhalte auch an Probanden
vermitteln. Das müssen Sie aber noch heraus finden, bzw. bedarf etwas Übung.
Nehmen Sie sich jeden Tag eine Karte vor und wiederholen Sie den Vorgang, bis Sie
alle 36 Karten durch gearbeitet haben.

2. Haben Sie alle Karten einzeln durchgearbeitet, so können Sie das auch im
Gesamtwerk versuchen. Nehmen Sie anfangs drei Karten, später neun Karten und
irgendwann das große Kartenbild. Sie können dann das Gesamtbild wie üblich deuten,
dann machen Sie die Atemübung, betrachten das ganze Bild mit geöffnetem Auge,
solange bis es in sich verschwimmt, dann schließen Sie die Augen und warten auf eine
Botschaft des Unterbewusstseins. Lassen Sie diese Antwort bei der Interpretation mit
einfließen. Es rundet die Deutung ab und bildet so eine Art Quintessenz. Hierbei
versteht es sich von allein, dass die Karten auf dem Tisch liegen und Sie eine gebeugte
Haltung annehmen.

Hauptstufe zur Hellsicht ohne Karten

Das machen Sie am besten am Abend im Bett, kurz bevor Sie einschlafen, denn die Vorstufe
zum Träumen und dann Schlafen, wird für die Hellseherei ausgenutzt.

1. Sie sind nun in der Lage neue Symbole mit der Vorlage der Lenormand-Karten zu
entwerfen. Das geht auch ohne ein vorher eingeprägtes Muster und Sie können auf
konkrete Fragen Antworten erhalten.
2. Sie liegen im Bett und machen Ihre Atemübungen, so wie bereits weiter oben
beschrieben. Bei den ersten paar Malen empfiehlt sich die Atemübung länger zu
betreiben (5 – 15 Minuten), später können Sie ganz darauf verzichten und müssen
dafür auch nicht mehr im Bett liegen und Atemübungen entfallen gänzlich. Mit
ausreichender Übung und Konzentration können Sie das überall und zu jeder
Tageszeit durch führen.
3. Sie liegen also immer noch im Bett, haben die Atemübung gemacht und die Augen
geschlossen. Nun warten Sie, was Ihnen das innere Auge für Bilder anbietet. Die
können vorerst diffus erscheinen, konkretisieren sich aber, wenn man übt und sich
konzentriert.
4. Sie lassen die Bilder erst einmal laufen. Dann stellen Sie eine konkrete Frage.
Beispiel: kommen Peter und ich wieder zusammen? Wenn Sie und Peter wieder
zusammen kommen werden, dann wird Ihnen Ihr Unterbewusstsein innerhalb von fünf
Minuten ein konkretes Bild entwerfen. Das kann ein Herz sein, ein Ring, manchmal
sehen Sie die Person lächeln – irgendwas, bei dem sicher sind, dass das die Antwort
ist. Stellen Sie nicht immer die gleiche Frage, in der Hoffnung, die Antwort wird
bestätigt oder wird sich verändern. Zeigt sich kein konkretes Bild innerhalb dieser
Zeit, dann wird die Frage verneint. Es kann aber auch sein, dass sich vor Ihrem Auge
ein Müllschlucker zeigt, dann haben Sie eine Antwort erhalten: werfen Sie diese
Person oder diese Beziehung in den Müll. Akzeptieren Sie die Antworten, das erspart
Ihnen viel Zeit und Kummer und Sie können sich mit anderen Dingen beschäftigen.
Diesen Zustand der inneren Reinheit und wahren Antworten erreichen Sie, wenn Sie
die einzelnen Stufen wie beschrieben durch arbeiten. Sie können die Fragen auf alles
und jeden anwenden.
5. Fällt es Ihnen leicht, Antworten zu erhalten, so können Sie das überall machen und
auch für Dritte. Sie schalten geistig ab, schließen die Augen (in der Endphase geht das
auch ohne Augen schließen), lassen sich eine konkrete Frage geben, erhalten dann als
Medium für den Dritten oder Ratsuchenden eine Antwort und geben diese weiter.
6. Einige von Ihnen werden Symboliken – ähnlich die der Lenormand – erhalten, andere
sehen Gesichter und Personen, wieder anderen werden ganze (zukünftige)
Lebensläufe, wie in einem Film, präsentiert bekommen.
7. Wenn Sie diese Aussagen beim Karten deuten mit einfließen lassen, werden Sie
immer die richtigen Antworten erhalten. Später finden Sie vielleicht Gefallen an der
reinen Hellseherei und verzichten dabei auf die Unterstützung der Lenormand Karten
und spezialisieren sich? Mit diesem Vorgang wird die Hellsichtigkeit geboren und ist
für JEDEN zugänglich. Lediglich die Trainingsdauer könnte variieren, weil jeder im
Umgang mit dem Unterbewusstsein ein anderes Tempo hat und nicht jeder gleich
schnell negativen Energien außen vor lassen kann. Das liegt auch daran, wie schwer
die Problematik der eigenen Situation wiegt. Einer hat Liebeskummer, der andere
berufliche Sorgen, beim nächsten in das ganze Leben eine Vollkatastrophe. Davon
muss man sich frei machen, um die Antworten in Ihrer Reinheit zu bekommen und
diese dann fruchtbar umsetzen zu können.

Grenzen und Verbote

In der Esoterik gibt es keine Verbote. Tatsächlich können Sie hier machen was Sie wollen,
solange Sie daran Spaß haben und niemanden Schaden zuführen. Der Geist der Freiheit,
geprägt durch das unendliche Universum, in welchem wir einen kleinen Teil darstellen, soll
gefördert und gefordert werden. Jedoch einhergehend damit, die Toleranz. Damit ist der
Gedanke der Esoterik formuliert.

Sie können demnach so oft die Karten legen wie Sie wollen, es gibt keine Verbote. Es stellt
sich nur die Frage, ob Sie immer ein gutes Ergebnis erzielen, denn die Energien, die zum
Kartenlegen benötigten werden, lassen ganz einfach nach. Im kommerziellen Bereich sieht es
anders aus, weil man da lediglich das Medium, bzw. das Sprachrohr darstellt.

Sie können alle Fragen stellen und für alle Personen Karten legen, auch wenn diese nicht
anwesend sind. Mal ehrlich? Wer will Ihnen das verbieten? Wer will das kontrollieren?
Höchstens Ihr eigenes Gewissen. Und ob Sie alles heraus finden, was Sie wissen wollen, steht
auf einem zweiten Blatt Papier, denn solche Legungen brauchen sehr viel Erfahrung. Wenn
Sie dann erst einmal erfahren und gereift sind, interessiert Sie Nachbars Leben eh nicht mehr
– Sie sind dann zu mehr berufen.

Es liegt in der Natur des Menschen, die da mit Neugier genannt werden will oder dem
Geheimen oder Verbotenem auf die Schliche zu kommen. Boulevard-Magazine machen für
uns nichts anderes. Storys von Menschen werden samt Fotos bloß gestellt und wir sind die
Voyeure des Inhalts und Begleiter berühmter Persönlichkeiten. Einen Blick hinter die
Kulissen werfen oder ganz einfach darauf hoffen, dass bessere Zeiten, die große Liebe oder
generell die persönliche Zufriedenheit Erfüllung findet, das betreibt man mit den Karten.
Wenn alles am Boden ist, dann sind die Karten die einzige Hoffnung und lenken uns dabei
noch sehr schön ab.

Wie gesagt, es ist egal, wann, wie oft und für wen Sie Karten legen. Sie können mit den
Karten auch Schiffchen basteln und Kartenhäuser bauen. Ja, es ist ein Frevel, aber die Materie
aufgelöst, bestehen Karten aus festem Papier und Farbstoff. Haben Sie nicht auch schon
einmal ein Stück Papier mit Skizzen darauf zusammen geknüllt? Das ist eigentlich nichts
anderes, nur versetzt uns das Vernichten des Orakels einen Stich in die Magengrube….

Was sich nicht gehört!

Den Tod in den Karten voraussehen und das auch noch aussprechen, ist anmaßend. Der Tod
zeigt sich so individuell im Kartenbild, so individuell die Person selber ist. Wer will da die
Person exakt kennen? Abgesehen davon sollte jeder den Tod eines Mitmenschen selber
erfahren – ohne Vorbereitung darauf.

Krankheiten sollten ebenso tabu sein. Die Leute sollen zum Arzt gehen. Man selber bewegt
sich da auf sehr dünnem Eis und Prognosen können fix in die Hosen gehen. Ein Hinweis auf
eine Grippe ist allerdings erlaubt. Unfälle, die man glaubt im Kartenbild zu sehen, sollten
ebenfalls nicht als Warnung ausgesprochen werden, denn oft kommt es vor, dass genau wegen
dieser Aussage erst ein Unfall geschieht, weil der Proband darauf fixiert ist.

Flüche und schwarze Magie: gibt’s nicht! Da stecken immer kommerzielle Absichten hinter!
Meist will man den Verfluchten für viel Geld davon befreien! Lassen Sie die Finger von dem
Thema und ignorieren Sie Blockadenlösungen und Partnerzusammenführungen etc.

Karten neutralisieren, mischen, ziehen oder auslegen

Nicht jeder ist sich mit dem Umgang der Karten sicher, wobei es kein Richtig oder Falsch
gibt. Trotzdem werden hier jetzt Tipps vermittelt und Unwissenheit vorgebeugt. Die
folgenden Handlungsanweisungen können, müssen Sie aber nicht eins zu eins zu übernehmen.
Möglicherweise finden Sie für sich andere Vorgehensweisen heraus, vielleicht finden Sie aber
das beschrieben Prozedere für sich ja ganz passend und stimmig.

Karten neutralisieren

Sie haben ein neues Päckchen Lenormand-Karten erworben, so sollten Sie wissen, dass diese
in numerologischer Reihenfolge sortiert sind. Die Karten sind von 1, über 2 bis 36 der Reihe
nach zusammen gelegt. Würde man die Karten jetzt so mischen und auslegen, hätte man viele
Nummernduette, gar Trios und Quartette zusammen liegen. Also zwei oder mehr Karten, die
der numerischen Reihenfolge zusammen gehören. Um das zu vermeiden, werden die Karten,
wenn sie neu sind, neutralisiert. Bei einem Neuerwerb werden die Karten gründlich
neutralisiert, bereits benutze Karten werden nach jeder Auslegung/Anwendung neutralisiert
(weiter unten beschrieben), aber nicht mehr so eingehend wie vor der ersten Anwendung.

Sie packen die Karten aus und bilden mehrere Haufen (3 bis 5 reichen aus) und legen wahllos
einzeln die Karten auf je einem Haufen. Dann legen Sie die Haufen zusammen zu einem
Stapel, nehmen den Stapel in die Hand und mischen die Karten grob durch. Danach legen Sie
die Karten wieder verdeckt auf den Tisch aus und mengen diese mit beiden Händen tüchtig
durch. Anschließend nehmen Sie die Karten wieder einzeln auf, so dass Sie dann wieder alle
36 Karten zusammen zu einem Stapel in der Hand liegen haben. Achten Sie dabei darauf,
wenn Sie die Karten von Urania „blaue oder rote Eule“ benutzen, dass die Eule auf der
Rückseite der Karte in eine Richtung zeigt. Das verhindert später ein mühseliges Auslegen
der Karten zu einem großen Bild, wenn man zwischen durch die Karten noch sortieren muss,
weil sie ggf. auf dem Kopf stehen. Jetzt mischen Sie die Karten wieder grob durch und das
eigentliche Mischen kann beginnen.

Bei Karten die schon älter und benutzt sind, entfällt das Durchmengen mit den Händen auf
dem Tisch. Ansonsten wie bereits beschrieben: fünf Kartenstapel bilden, danach zusammen in
die Hand nehmen, grob und ohne Konzentration vormischen. Man verhindert dadurch, dass
gleiche Kartenpärchen wieder zusammen fallen, was automatisch entsteht, wenn man die
Karten so wieder zusammen schiebt. Das Mischen alleine reicht nicht aus, um die Karten
ausreichend von der Legung zu vor, neutralisiert zu haben.

Karten mischen

Meistens hat man den Kartenstapel und mischt ihn von der rechten in die linke Hand (oder
auch umgekehrt). Dabei konzentriert man sich auf die eigene Person oder eine konkrete
Fragestellung. Wie lange Sie dabei mischen wollen, bleibt Ihnen überlassen. Es gibt dabei
keine Vorgaben, denn jeder hat seinen eigenen Rhythmus und folgt seinem eigenem
individuellem Tempo. Der beste Zustand bei Kartenmischen ist der, wenn man komplett
abschalten kann, Zeit und Raum vergisst und sich in Trance begibt. Das ist die reinste Art,
Karten zu mischen und ein konkretes Ergebnis zu erzielen, ist aber nicht Voraussetzung, es
geht auch ohne. Sind Sie unsicher, wie lange Sie mischen sollen, so achten Sie auf takt und
Rhythmus des Mischens, dieser Takt muss wie ein Refrain klingen und Sie sollten sich geistig
darauf einlassen. Der Schlusstakt (oder Satz) muss die Vollendung des Refrains sein.

Ist Ihnen diese Vorgehensweise jetzt zu kompliziert, so hören Sie mit dem Mischen auf, wenn
Sie der Meinung sind, die Karten fühlen sich gut in der Hand an. Aber all das sind nur
Vorschläge, Sie müssen Sie nicht so umsetzen, Sie können die Karten mixen wie Sie wollen
und einfach irgendwann damit aufhören. Fällt Ihnen das Mischen von einer in die nächste
Hand schwer, so können Sie die Karten auch auf dem Tisch mit den Händen durchmengen –
ganz wie Ihnen beliebt.

Karten ziehen

Je nach Lektion werden die Karten gezogen oder ausgelegt. Beim Ziehen fächern Sie die
bereits vorher gemischten Karten verdeckt vor sich auf dem Tisch aus. Danach ziehen Sie in
Bezug auf Ihre persönliche Situation oder Fragestellung, die Karten einzeln mit der linken
Hand (die Hand, die dem Herzen näher ist) aus dem Fächer. Drehen Sie die Karten erst um,
wenn Sie alle gezogen haben. Die Ziehung könnte sonst verfälschen, weil Karten, die man
vorher schon gesehen hat, Emotionen der Freude oder die der Enttäuschung hervorheben
können und die Energien in Ihnen nehmen dann eine andere Wendung. Wenn Sie jetzt nicht
wissen, welche Karte die richtige ist, so führen Sie Ihre Hand mit geschlossenen Augen über
den Fächer und erfühlen die richtige Energie. Diese bildet sich, wenn der Zugang von der
Hand über den Arm bis zur Schulter einen Durchgang zulässt. Das muss man ein bisschen
üben, um zu verstehen was gemeint ist. Fakt ist aber, dass man einen Fluss und keine
Blockaden spüren sollte, wenn eine bestimmte Karte gezogen werden soll. Es ist – wie immer
– nur eine Handlungsanweisung oder Angabe, die Sie nicht befolgen müssen. Bestimmt
finden Sie ein eigenes Ritual. Ansonsten hat sich dieses sehr gut bewährt. In Bezug auf
Dynamik oder Zeit der Ziehung gibt es auch keine Vorgaben. Ziehen Sie die Karten gemäß
Ihrem Naturell, dann haben Sie immer die richtige Karte. Wichtig ist, dass Sie sich auf jede
einzelne Karte konzentrieren, entweder auf Ihre Person oder auf Ihre Frage.

Karten auslegen

Sie haben sich konzentriert und die Karten gemischt und das Kartendeck liegt jetzt in ihrer
Hand und werden nicht abgehoben – das kommt in Teil 5, Punkt 8. Jetzt nehmen wir die
Karten so, wie wir Sie gemischt haben und legen vier Reihen zu neun Karten aus. Sie
beginnen oben Links mit der ersten Karte, rechts neben der ersten Karte, platzieren Sie die
zweite Karte, rechts neben der zweiten Karten, legen Sie die dritte Karte, bis Sie neun Karten
nebeneinander liegen haben. Dann beginnen Sie mit der zweiten Reihe. Hierzu legen Sie die
folgende (10. Karte) direkt unter die erste Karte (oben Links) in der ersten Reihe.
Vervollständigen Sie die Reihe, wie bereits beschrieben bis zur neunten Karte. Das machen
Sie noch zwei weitere Male, so dass Sie in großes Kartenbild zu vier Reihen und neun Karten
haben. Das Schema sieht dann so aus:

   1 — 2 — 3 — 4– 5 — 6 — 7 — 8 — 9
10 – 11 – 12 – 13 – 14 – 15 – 16 – 17 – 18
19 – 20 – 21 – 22 – 23 – 24 – 25 – 26 – 27 
28 – 29 – 30 – 31 – 32 – 33 – 34 – 35 – 36

Unterschiede Legesysteme 9 x 4 und 8 x 4 + 4

Bis jetzt haben sich bei uns zwei Legesysteme des großen Kartenbildes herauskristallisiert, 9
x 4 und 8 x 4 + 4, wobei die letzt genannte Methode eine etwas größere Fangemeinde
begeistert, soweit man das beobachten und beurteilen kann. Bei diesem System sagt man,
würden die letzten vier Karten die sogenannten Schicksalskarten darstellen. Ich persönlich
habe noch nicht so viel Schicksal, jedenfalls nicht mehr oder weniger als bei den anderen
Karten im übrigen Bild, dort entdecken können. Das mag aber bei anderen Kartenleger anders
sein, zumal man vorher selber bestimmen kann, welche nun die Hauptschicksals-Karten sein
sollen oder nicht. Wie immer greift auch hier, man kann in der Esoterik und beim Kartenlegen
machen was man will. Wenn Sie wollen, dass die 20., 25., 30. und 35. Karte das naheliegende
oder bedeutungsvolle Schicksal sein soll – dann bitte – so soll es sein. Ich brauche das nicht,
denn alle Karten in einer bestimmten Zuordnung erzählen von meiner schicksalhaften
Zukunft.

Einen weiteren Vorteil bei der Auf- und Zuteilung der Karten nach dem System 8 x 4 + 4
sieht man darin, dass man die Karten spiegeln und korrespondieren lassen kann (wird später
in Teil 5 erklärt), denn hierbei hat man bei 8 Karten pro Reihe eine gerade Zahl, so dass man
alle Karten (bis auf die letzten vier Karten unten) kombinieren kann und keine
vernachlässigen muss.

Bei den Zigeuner-Karten verfährt man ebenso wie mit den Lenormand-Karten (spiegeln,
korrespondieren etc.) und legt die Karten in 9 x 4 Reihen aus. Hier vernachlässigt man beim
senkrechten Spiegeln die mittlere Reihe. So machen wir es auch. Es gibt einen klaren Vorteil
und gutes Argument für die 9 x 4er-Legung: die letzten vier Karten fehlen nicht in der
Gesamtdeutung und es gibt ein homogenes Bild. Ich habe bei der Methode nach 8 x 4 + 4
immer das Gefühl, dass die letzten vier Karten aussätzig sind, nicht dazu gehören und raus aus
dem Gesamtbild sind. Deshalb bevorzuge ich die 9er-Legung, weil man damit auch noch
andere Varianten durch führen kann, die bei der anderen Methode nicht so funktionieren.
Und wer will, nimmt die mittlere senkrechte Reihe als Schicksals-Karten.

Tatsächlich bekommen wir so mit den unterschiedlichen Methoden verschiedene Aussagen,
wenn wir Wert auf Häuserdeutung, spiegeln, korrespondieren und rösseln legen. Deshalb
zeige ich Ihnen vorrangig die klassische und traditionelle Deutungsweise, bei der das System
keine Rolle spielt. Bei der anderen Deutung, die für viele so wichtig ist, müssen Sie sich
festlegen, mit welchem System Sie arbeiten wollen. Wie gesagt, ich favorisiere die 9erLegung – aber Sie dürfen natürlich machen was Sie wollen…. Gucken Sie mir über die Schulter und entscheiden Sie dann, wenn Sie unentschlossen sind.

Übrigens ist die Methode der 8 x 4 + 4 Legung auch aus einer Verlegenheit entstanden, denn
früher bestanden die Lenormand-Karten aus 56 Symbolen, die im 8er-System homogen
zusammen lagen. Irgendwann wurden die Karten auf 36 reduziert, jedoch wollte man im 8erSystem aus Gewohnheit bleiben und packte dann ganz einfach die restlichen Karten darunter.
Und irgendwie hat die 8er-Legung etwas Mystischeres. Nun, ich bin modern und deshalb das
Plädoyer für die 9er-Legung.

Es spielt aber keine Rolle. Ebenso könnten Sie die Karten zu 1 x 36, 2 x 18 oder 3 x 12 usw.
Reihen auslegen, wenn Sie das so wollen, mögen und gut deuten können.

Hier einmal die Kartenbilder untereinander gelegt, zeigen, dass die Kombinationen auf
traditionelle Weise gedeutet, die gleichen Aussagen parat haben, Sie liegen nur anders. Bei
der 8 x 4 + 4 Legung sind die Kombinationen senkrecht, bei der 9 x 4 Legung diagonal zu
finden, eine Linie macht den Zusammenhang deutlich.

9 x 4


8 x 4 + 4

Damit Sie wissen, wovon ich rede

Weil ich bei den späteren Deutungen und Erläuterungen Fachbegriffe benutze, folgt jetzt eine
Auflistung von Kommunikations- und Personenkarten, Unterschiede von Themen- und
Sachkarten, Mischkarten – Karten die positiv und negativ sein können, damit Sie wissen,
wovon ich rede und Sie mir folgen können. Einzelheiten entnehmen Sie ggf. bitte den
ausführlichen Einzelbeschreibungen aus Teil 2. Hier und da kann es zu Überschneidungen der
einzelnen Karten kommen, weil man sie mehrfach zuordnen kann. D. h. Sie können sich
wiederholen oder wiederholt bei den einzelnen Gruppierungen vorkommen.

Kommunikationskarten

Unter Kommunikationskarten versteht man Karten, die zur Kommunikation beitragen. Das
können Gespräche oder Diskussionen, Telefonate, Briefe, Mails, SMS, Chat, Forum oder
Kontakt-Gesuche sein und diese werden von den vier folgenden Karten symbolisiert.

NR. 1 DER REITER, NR. 2 DIE RUTE, NR. 12 DIE EULEN, NR. 27 DER BRIEF

Personenkarten

Die Lenormand-Karten bestehen nicht nur aus den zwei Hauptpersonenkarten Nr. 28 DER
HERR und Nr. 29 DIE DAME. Es gibt insgesamt 15 Karten, die neben Ihrer Hauptaussagen
auch als Person Anwendung finden. Zum einen ist das Symbol direkt drauf zu erkennen
(Kind, Reiter) zum anderen indirekt über das Skatmotiv (Haus/Herz König, Wolken/Kreuz
König, Schlange/Kreuz Dame, Blumen/Pik Dame, Störche/Herz Dame, Wege/Karo Dame,
Herz/Herz Bube, Lilie/Pik König und Fische/Karo König – aber auch Kind/Pik Bube) und als
Abbildung als Tier (Bär und Hund). Übrigens können die Karten Sense/Karo Bube und
Rute/Kreuz Bube in selten Fällen als zwei Jungs angesehen werden – aufgelistet habe ich sie
jetzt nicht. So viele Personen stiften da Verwirrung und einige finden nur selten, bis gar keine
Anwendung. Die Personen-Karten, die in der Hauptsache als Person bei den Lenormand-Karten auftauchen (insgesamt 8), habe ich in der Liste unten fett markiert und die wichtigste
Personenentsprechung, gleich am Anfang platziert. Die Aufzählung ist
entsprechend der numerischen Reihenfolge vorgenommen worden. Am Ende des Teils 1
erkläre ich noch, worauf man achten muss, damit man die Verwechslung von Personen
vermeiden kann.

NR. 1 DER REITER – junger Mann, Bruder, Geliebter (jünger)
NR. 4 DAS HAUS – Bruder (neutrale männliche Person)
NR. 6 DIE WOLKEN – Ex-Mann/Freund, zwielichtige männliche Person oder
ältere männliche Person
NR. 7 DIE SCHLANGE – weibliche Person (nur mit Fuchs Intrigantin oder
Rivalin), Freundin, Mutter, Schwester, Kollegin, Tante etc.
NR. 9 DIE BLUMEN – freundliche Frau (Schwester, Freundin etc.)
NR. 13 DAS KIND – Kind (geschlechtsneutral), junge Frau
NR. 15 DER BÄR – offizielle Person, Unternehmer, Chef, auch Partner, Oma
und Opa
NR. 17 DIE STÖRCHE – meist Schwester, Tochter oder Verwandte
NR. 18 DER HUND – Mann, guter Freund, Bruder, Geschäftsmann, Partner
NR. 22 DIE WEGE – Frau, Verwandte (Mutter o. ä.), Freundin
NR. 24 DAS HERZ – jüngerer Mann, jüngerer Geliebter, auch Junge/Kind
NR. 28 DER HERR – Partner, Freund, Ehemann, aber auch Vater, manchmal
Sohn
NR. 29 DIE DAME – Partnerin, Freundin, Ehefrau, aber auch Mutter,
manchmal Tochter
NR. 30 DIE LILIE – Geliebter, zukünftiger Partner, Geschäftsmann, Förderer,
Gönner, Unterstützer, Mäzen, wichtige Kontaktperson (ganz manchmal Bruder
oder Sohn)
NR. 34 DIE FISCHE – Geschäftsmann, Bruder

Sach- ,Themen- und Mischkarten

Hierbei geht es nicht so sehr um den Inhalt, sondern mehr um die Differenzierung, wobei es
schwierig ist, die Karten eindeutig zu unterscheiden. Sachkarten beziehen sich mehr auf die
Materie, wie zum Beispiel bei einem Haus, jedoch kann der symbolische Inhalt daraus eine
Themen-Karte machen, wenn man beim Haus von Familie, Heimat und Geborgenheit spricht.
Im Großen und Ganzen wurde nach den Hauptaussagen unterschieden, allerdings kann man
die eine oder andere Karte sowohl als auch anwenden. Ab und zu habe ich die Begriffe dann
kursiv dargestellt, aber diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es dient
lediglich der Orientierung und soll nur kurz erwähnt werden. Dame und Herr wurden nicht
behandelt. Mischkarten sind Karten, deren Inhalte positiv wie negativ sein können – sie tragen
eindeutig die zwei Seiten der Medaille. Um es dem Anfänger leichter zu machen, habe ich die
Karten nach der Auflistung von Sach- und Themenkarten, tabellarisch in positiv, negativ und
gemischte Karten zusammen gestellt.

Sachkarten

Reiter – Nachricht
Schiff – Reise
Haus – Haus/Eigentum
Blumen – Geschenk/materielle Überraschung
Bär – Besitz
Turm – Amt
Fische – Geld
Anker – Beruf
Themenkarten
Klee – Glück
Baum – Gesundheit/Krankheit
Wolken – Unklarheiten
Schlange – Umwege
Sarg – Krankheit/Schreck
Sense – Gefahr/Schmerzen
Rute – Gespräche
Eulen – Telefonat
Kind – Neuanfang
Fuchs – Hinterlist
Sterne – Esoterik
Störche – Veränderung
Hund – Treue und Kameradschaft
Park – Öffentlichkeit
Berg – Blockade – auch Sachkarte
Wege – Entscheidung
Mäuse – Verlust
Herz – Liebe
Ring – Bindung – auch Sachkarte
Buch – Geheimnis – ist aber auch Sachkarte
Brief – Nachricht
Lilie – Familie, Sexualität
Sonne – Glück und Energie
Mond – Ruhm, Ehre, Anerkennung
Schlüssel – Sicherheit, gutes Gelingen
Kreuz – Kummer und Leid

Tabelle positive und negative Karten und Mischkarten

Kombinationen deuten lernen
Um es beim Kombinieren leichter zu haben, befassen wir uns mit den negativen Karten, die in
Kombination immer schnelle Treffer bringen. Auch, wenn sie meist unschöner Natur sind.
Wir besprechen hierbei die Karten: Wolken, Sarg, Sense, Fuchs, Berg, Mäuse und Kreuz.
Damit wird der Einstieg erleichtert und sollte als Anfänger im Kartenbild neben den
Hauptpersonenkarten, Hauptaugenmerk sein.

1) Nr. 6 die Wolken – Unklarheiten und Rückschläge
Das Motiv der Wolken ist zweigeteilt und dadurch auch zweideutig. Auf der linken Seite der
Karte sind helle, auf der rechten Seite dunkle Wolken abgebildet. Die helle Seite zeigt eine
Verbesserung, die dunkle Seite eine Verschlechterung, bzw. deutet auf Rückschläge hin. Man
kann sie nicht bei den Mischkarten unter bringen, da sie vorrangig einen negativen Aspekt
hat. Egal wie, die Wolken sind auch mit der hellen Seite zuerst als verneinende Aussage zu
behandeln, denn die Wolken müssen sich erst einmal verziehen, bevor sie als positiv
angesehen werden können. Dies mag vielleicht nur von kurzer Dauer sein, aber eine
Zeitspanne der Wandlung ist erforderlich. Je nachdem wo die helle oder dunkle Seite der
Wolken zu einer Personen- oder Sachkarte hinzeigt, ist eine Aussage zu treffen.

Beispiel: Wolken – Buch
Die dunkle Seite der Wolken zeigen zum Buch. D. h., dass eine Weiterbildung vielleicht nicht
zum Tragen kommt oder wenig förderlich verläuft.

Beispiel: Brief – Wolken
Jetzt zeigt die helle Seite der Wolken zum Brief. Mit dieser Kombination wird erklärt, dass
eine Nachricht Unklarheiten beseitig (vorher bestanden eben Unklarheiten).

2) Nr. 8 der Sarg – Schreck, Krankheit und Ende
Der Sarg in einer 3er-Kombination ist schon schwieriger zu deuten. Hier muss man nach dem
Sinn fragen. Wo macht der Sarg in Kombination Sinn? Ist es nun zu der rechts oder der links
angrenzenden Karte oder betrifft der Sarg gar beide Karten?

Beispiel: Anker – Sarg – Blume
Hier fragt man sich, für welche Karte der Sarg jetzt „zuständig“ ist. Der Anker steht für den
Beruf, die Blumen für schöne Dinge und nette Überraschungen. Spielen wir doch einmal
beide Kombinationen durch. Anker – Sarg bedeutet die Beendigung einer Arbeit oder einen
unangenehme Sache. Sarg – Blume hingegen besagt, dass eine eigentlich nette Überraschung
in Form von Geschenken, Einladungen oder Geselligkeit, weniger erfreulich wird. Es könnte
eine Enttäuschung geben. Nun muss man von seiner eigenen Lebenssituation ausgehen. Sind
Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, dann dürften Sie wohl mit einer Absage
rechnen. Befinden Sie sich in einem Arbeitsverhältnis, dann ist mit einer Kündigung oder
einer unangenehmen Sache zu rechnen, welche dann aber positiv ausgeht, da am Ende die
Blumen wieder Gutes prophezeien.

Beispiel: Schiff – Sarg – Fuchs
Eine Reise, eine Absage oder Schrecken und Betrug oder Falschheit. Wie soll man aus diesem
Kauderwelsch eine Aussage formulieren? Betrachten wir einmal nur die Kombination Schiff
– Sarg. Übersetzt handelt es sich dabei um einen Schrecken auf einer Reise, eine Reise wird
beendet oder abgesagt. Darauf folgt der Fuchs – wird die Reise etwa abgesagt, weil bezüglich
der Planungen etwas nicht ordnungsgemäß verlaufen ist? Betrachten wir den Sarg zusammen
mit dem Fuchs, dann erhalten wir die Aussage, dass dem Fuchs = Lug, Betrug, Intrige etc.
ein Ende gesetzt wird. Eine Hinterlist in Zusammenhang mit einer Reise würde aufgedeckt
werden.

Bei den zwei Beispielen sehen Sie, dass der Sarg beiden angrenzenden Karten zugeordnet
werden muss.

3) Nr. 10 die Sense – Gefahr
Die Sense muss ähnlich gehandhabt werden wie die Wolken. Auch hier gibt es eine positive
und negative Seite. Zum einen wäre da die Seite mit der spitzen Schneide der Sense, zum
anderen ist die spitze Schneide abgewandt. Sie Gefahr lauert immer da, wo die spitze Seite
der Sense zu einer Personen- oder Sachkarte (auch Mischkarten) hinzeigt. Generell ist eine
Gefahr gegeben, wenn die Sense links neben einer Personen- oder Sachkarte liegt. Ist die
spitze Seite der Sense abgewandt, liegt die Karte demnach rechts von einer Personen- oder
Sachkarte, dann ist die Gefahr vorübergezogen.

Beispiel: Sense – Ring
Hier zeigt die spitze Seite der Sense zum Ring. Man muss sich das auch mal bildlich
vorstellen – ein scharfer Gegenstand greift ein Schmuckstück an. Dass das nicht gut gehen
kann ist doch eigentlich logisch. Der Ring würde auf jeden Fall Blessuren davon tragen, wenn
nicht gar ganz kaputt gehen. Um eine Aussage zu formulieren – eine Bindung, eine
Beziehung, ein Vertrag wird aufgelöst.

Beispiel: Fische – Sense
Die Fische stehen in erster Linie für den finanziellen Bereich. Die Sense zeigt mit der spitzen
Seite der Schneide von den Fischen weg. Eine Gefahr, ein Engpass in Sachen Finanzen dürfte
wohl abgewendet werden können oder ist aktuell bereits schon der Fall.

4) Nr. 14 der Fuchs – Falschheit, Betrug, Intrige
Auch hier muss man schauen, zu welcher Personen- oder Sachkarte der Fuchs zugeordnet
wird. In den meisten Fällen wird er an beiden Stellen gebraucht.

Beispiel: Anker – Fuchs – Dame
Wieder wird der Beruf angesprochen. In diesem Bereich läuft etwas nicht geradlinig, denn der
Fuchs verweilt an der Seite des Ankers. Zusätzlich fällt die Dame noch zu diesem Duo, so
dass man davon ausgehen kann, dass eine Intrige am Arbeitsplatz von einer Dame ausgeht.

Beispiel: Sarg – Fuchs – Buch
Eine Lüge oder ein Hinterhalt wird mit dem Sarg ein Ende bereitet oder aufgedeckt werden.
Der Fuchs liegt aber auch noch beim Buch. Möglicherweise handelt es sich hierbei um eine
falsche Angelegenheit mit einer Prüfung oder Weiterbildung, ganz vielleicht wird auch durch
das Lüften eines Geheimnisses eine Hinterlist enttarnt. Auch hier muss man wieder seine
persönlichen Lebensumstände überprüfen und für sich entscheiden, welche Aussage
Gültigkeit haben könnte.

5) Nr. 21 der Berg – Blockade
Wer oder was ist durch den Berg blockiert? Auch hier greift der Berg auf beide Karten.

Beispiel: Brief – Berg – Sonne
Eine Nachricht oder Kommunikation ist blockiert. Dies dürfte aber nicht weiter tragisch sein,
denn die Sonne, welch gleich nach dem Berg kommt verrät dem Ratsuchenden, dass die
Nachricht oder der Kommunikationsfluss sich lediglich verzögert.

Beispiel: Herr – Berg – Klee
Ein Mann scheint blockiert zu sein, bzw. muss noch allerhand Anstrengungen meistern, um
sein Glück zu finden. Bei diesem Beispiel zählt der Berg vorrangig zum Herrn, und nur
sekundär zum Klee. Es gibt zwar dann einen glücklichen Ausgang, aber eben erst, wenn die
Hürde genommen wurde. So ist das Glück ebenfalls noch blockiert.

6) Nr. 23 die Mäuse – Verlust
Die Mäuse bringen immer einen Verlust mit sich oder trüben positive Karten, bzw. können
diese auch ganz vernichten – genauso wie negative Karten. Die Karte der Mäuse hebt zum
Beispiel auch einen Berg, einen Sarg oder eine Sense auf. Dazu weiter unten eine ausführliche
Erklärung. Wo aber machen die Mäuse in einer 3er Kombination Sinn? Auch hierzu folgen
zwei Beispiele.

Beispiel: Schiff – Mäuse – Klee
Trüben die Mäuse jetzt den Klee oder verhindern diese nun eine Reise? Es sieht danach aus,
als würden die Mäuse für einen Verlust in Bezug auf eine Reise sorgen, dieses Ereignis
scheint aber gleichzeitig Glück zu bringen. Umgekehrt würde die Aussage bedeuten, dass eine
Reise keine Freude bereiten würde, wenn man die Mäuse mehr dem Klee zuordnen würde.
Die erste Aussage hat Gültigkeit – eine Reise findet nicht statt und das bringt Glück – Glück
im Unglück sozusagen. Aber wie komme ich jetzt auf diese Festlegung? Das Klee müsste an
zweiter Stelle und nicht an dritter Stelle liegen, um zur zweiten Aussage zu kommen. Eine
Reise bringt kein Glück – Schiff – Klee – Berg. Versuchen Sie selbst mit den Karten zu
jonglieren, um dann zu einer Aussage zu gelangen. Nehmen Sie in Gedanken die Karten und
verschieben Sie jeweils an eine andere Position und formulieren Sie jeweils dazu eine
Antwort. Sie werden schnell erkennen, dass es nicht egal ist, an welcher Stelle, welche Karte
liegt und verschiedene Aussagen möglich sind.

Beispiel: Anker – Mäuse – Buch
Wieder muss die Arbeit als Beispiel herhalten. Der Anker liegt neben den Mäusen und ist
dadurch ein Hinweis auf Arbeitslosigkeit. Dahinter folgt das Buch, welches für eine
Weiterbildung steht. Dadurch, dass eine bestimmte Person arbeitslos ist, kommt
möglicherweise eine Weiterbildung in Betracht, um so die beruflichen Chancen zu verbessern.
Würden die Mäuse jetzt an dritter Steller liegen – Anker – Buch – Mäuse, so müsste die
Aussage lauten: eine berufliche Weiterbildung würde scheitern.

7) Nr. 36 das Kreuz – Last und Bürde
Das Kreuz steht für Schicksal und schicksalhaft. Etwas im Leben wird durch
unvorhergesehene Ereignisse gerade gerückt, nur muss man dazu erst die Tal-Sohle
durchschreiten. Das Schicksal schlägt zu, dieses ist negativ, es gibt Rückschläge und
Verhinderungen, die sich aber im Nachhinein als positiv heraus stellen.

Beispiel: Herz – Kreuz – Störche
Ein Paradebeispiel ist diese Konstellation. Das Kreuz liegt beim Herzen, nach meiner
persönlichen Erfahrung spricht diese Kombination nicht von einer karmischen Liebe oder eine
Liebe die Bestimmung ist, sondern es handelt sich um eine Liebe, die sich nicht durchsetzen
und schnell ein Ende haben wird. Die Störche, die anschließend folgen bringen dann aber eine
erfreuliche Veränderung in Liebesangelegenheiten. Auch hier kann man wieder den Test
versuchen, indem man das Kreuz umlegt – Herz – Störche – Kreuz. Diese Reihenfolge würde
dann zwar eine Veränderung in der Liebe weissagen, aber auch hier wartet schon das Ende.

Beispiel: Haus – Kreuz – Rute
Hier schlägt das Schicksal im eigenen Heim zu. Eine Beendigung der Wohnsituation oder
Belastung des Hauses wird durch die Kombination Haus – Kreuz ersichtlich. Die Anschlusskarte, die Rute, bestätigt eine Trennung zum Haus – bestenfalls Gespräche, die aber den
Kummer trotzdem nicht abwenden können.

Merke:
Sarg, Berg, Kreuz dürften durch ähnliche Aussagen – Schreck/Ende, Blockade/Hindernis/,
Last/Ende eine gleiche Behandlung beim Deuten erfahren. Sie haben zwar als Einzelaussage
andere Inhalte, aber in Kombination sind die verschiedenen Aussagen nicht so sehr
verschieden.

Negative Karten die sich aufheben:
Ein besonderes Augenmerk gilt den Mäusen, denn die Mäuse heben negative Katen auf.
Liegen die Mäuse zum Beispiel neben der Sense, neben dem Sarg, neben den Wolken, neben
dem Berg oder neben dem Kreuz, dann werden diese durch die Mäuse vernichtet. Liegen die
Mäuse beim Fuchs, dann wird eine Lüge aufgedeckt. Ebenfalls negative Karten kann die
Sense aufheben, wenn diese mit der Schneide (demnach links neben der Bezugskarte) zu einer
negativen Karte zeigt. Auch hier muss man sich das bildlich vorstellen. Die Sense schneidet
den Berg ab, die Sense haut die Wolken, den Berg, den Sarg und das Kreuz weg. Zeigt die
Sense zum Fuchs, dann könnte vielleicht ein Hinterhalt ans Tageslicht befördert werden.

Negative Karten die verstärkt werden:
Mäuse und Sense (vorausgesetzt die Sense liegt links neben der Bezugskarte) sind die
einzigen Karten, die negative Karten aufheben können. Liegen ansonsten zwei negative
Karten nebeneinander, dann wird die negative Aussage noch verstärkt und bestätigt.
Beispiele: Wolke – Sarg, Sarg – Berg, Berg – Sense, Kreuz – Sense usw.

Positive Karten die vernichtet werden:
Unsere kleinen Diebe, die Mäuse, klauen nicht nur Berge, sondern auch Herzen und Häuser.
Es nagt Kummer in Herzensangelegenheiten an uns oder aber die Mäuse sorgen für einen
Verlust des Hauses/der Wohnung, bzw. nagen dieses an, so dass möglicherweise eine
Reparatur am oder im Haus fällig wird. Dieses Spiel mit den negativen und positiven Karten
können Sie natürlich endlos weiterführen und gilt auch für Sense und Wolken, wenn diese
links neben einer positiven Karte liegen oder wenn der Berg, der Sarg und das Kreuz als
Bezugskarte hinzufallen.

Verwechslung der Personenkarten

Das kann immer mal wieder vorkommen – man verwechselt die Personen im Kartenbild. Als
Anfänger ist immer zu empfehlen, dass man als Frau nach der Nr. 29 DIE DAME als eigene
Personenkarte guckt und der Partner die Nr. 29 DER HERR ist. Umgekehrt, wenn Sie ein
Mann sind, dann ist Ihre Karte der Herr und die dazugehörige Partnerin die Dame. In den
meisten Fällen liegt man mit dieser Zuordnung richtig, aber es gibt auch Ausnahme-Fälle, da
trifft das nicht zu. Also, sind Sie eine Frau, dann schauen Sie nach der Dame, sind Sie eine
Mann, dann schauen Sie nach dem Herrn. Die dazu gehörigen Partner sind dann auch Dame
oder Herr, trotzdem sollten Sie der Hierarchie folgen und mit einem schnellen Blick die
anderen Personen in folgender Reihenfolge überprüfen, bevor Sie sich mit einer Interpretation
festlegen.

Also, Sie legen nun Karten gucken nach den Personen und haben das Gefühl, dass die
Aussagen nicht stimmen können…, das liegt oft daran, dass man sich in keiner festen
Partnerschaft befindet und ganz einfach die Hauptpersonen-Karte für das begehrte Objekt
festlegt. Manchmal weiß man aber nicht, ob die Person das gleiche empfindet und sieht sich
vielleicht als Geliebter (Lilie) und nicht als zukünftiger Partner (Herr) oder – vorerst – nur als
Freund (Herr) oder als Unternehmer oder jemand mit einer stabilen Statur (Bär), der später ein
fester Partner werden könnte oder als Reiter, wenn es sich um einen Flirt oder einen jüngeren
Partner handelt. Manchmal wechselt der Mann wie ein Chamäleon das Kleid und kann
morgen Hund und übermorgen Herr und dann wieder Hund oder Lilie sein. Um das heraus zu
finden, muss man die Person kennen und charakterisieren und etwas aus dem persönlichen
Umfeld wissen. So können wir die Person eindeutig zuordnen.

Bei einem Mann, der selber der Herr ist und wissen will, was die Dame macht, empfiehlt sich
folgende Hierarchie: Dame, Schlange, Kind, Blumen – die Dame zählt, wenn es die richtige
und bestehende Partnerschaft ist, die Schlange, wenn man vorerst nur ein Techtelmechtel hat,
wobei sich eine feste Partnerschaft entwickeln kann, aber nicht muss und das Kind, wenn die
Dame jünger, eventuell kindisch und naiv ist, aber vielleicht auch von geringer Statur.

Zusammenfassend:
Als Frau gucken Sie nach dem Herrn, stimmt der Charakter und das persönliche Umfeld aus
dem Kartenbild nicht, so weichen Sie der Reihe nach auf Lilie, Hund, Bär und Reiter aus.
Hierbei prüfen Sie jeweils den Charakter, eventuell Optik, persönliche Umstände und die
Lage zu Ihnen. Aufgrund dessen sollten Sie die richtige Person ermitteln können. Gleiches
gilt für den Mann, wenn dieser nach der Dame schaut und uneins mit der Aussage ist, so wird
die Schlange, das Kind und die Blumen überprüft.

Beispiel:

Eine Frau will wissen, wie es bei ihrem sportlichen und flexiblen Freund, beruflich und
partnerschaftlich weiter geht, da er neue Projekte starten will und eigentlich ein gutes Gefühl
hat. Die Frau wundert sich, dass ihr Freund da so links am Rand mit überaus negativen Karten
umgeben ist.

Antwort: nach der Beschreibung der Dame ist ihr Freund im Kartenbild der Hund, denn dieser
wird charakterlich klar definiert – sportlich (Reiter), flexibel (Störche), Neuanfang im Job
(Anker, Kind, Störche etc.) Später fiel ihr ein, dass der Herr im Kartenbild ihr
Geschäftspartner ist, der geschäftlich gerade am Scheitern ist (Turm – Sarg – Kreuz) , einen
negativen Umbruch hat und sich von seiner Freundin trennt (Herr – Berg – Schlange). So
einfach kann man die richtigen Personen ermitteln, wenn man aus Leben dieser Personen
Informationen, aber wenigstens die Charaktereigenschaften kennt.

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Iris Treppner Lenormand-Fernkurs. www.iristreppner.de. Alle Inhalte unterliegen dem Copyright 04.04.2007!

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